Aktuelles


Als in Georgenhausen und Zeilhard Öl gefördert wurde.

Was auf den ersten Blick wie ein Aprilscherz klingen mag, ist tatsächlich wahr: Da die Dörfer Georgenhausen und Zeilhard keinen eigenen Wald besaßen, durften sie bereits seit dem späten Mittelalter den Wald der Dieburger Mark nahe Messel zur Holzgewinnung mitbenutzen.
Nach Gründung des Großherzogtums Hessen wurde ihnen 1812 offiziell ein Teil des Waldes als Exklave zugesprochen. Und genau auf diesem Teil der Gemarkung soll der Georgenhäuser Gemeindewald-Förster Georg Haber mit seinem Gehilfen Anfang des Jahres 1860 beim Ausgraben eines Fuchsbaues auf ein „sonderbares Gestein“ gestoßen sein, „das sich wie ein Buch aufblättern und mit dem Messer schneiden lässt“.
Der Ölschiefer war entdeckt und wurde in den folgenden Jahrzehnten großindustriell abgebaut und verarbeitet.
In gut 100 Jahren wurden somit auf Zeilharder und Georgenhäuser Gemarkung der tiefe Krater der Grube Messel ausgehoben und dabei rund eine Million Tonnen Rohöl erzeugt!
Während des Abbaus wurden auch schon bald Fossilien früher Säugetiere gefunden, was dazu führte, dass die Grube Messel 1995 von der UNESCO sogar zum Weltnaturerbe ernannt wurde und heute weltweit bekannt ist.
Leider können sich unsere Dörfer aber nicht mehr direkt mit diesem Titel schmücken, da das Gelände mit der Gebietsreform 1977 in die Gemeinde Messel eingegliedert wurde.
Norbert Wendel wird sich daher in seinem Vortrag vorrangig der spannenden Industriegeschichte der Grube Messel und ihrem Bezug zu Georgenhausen und Zeilhard widmen. Mit vielen Bildern lässt er die fast vergessene Schwerindustrie mit Schwelöfen, Feldbahnen, Tunneln und hohen Halden lebendig werden!

Datum: 04. April 2025, 18:30 Uhr,
Ort: Marienstraße 21a, 64354 Reinheim-Georgenhausen,

Dauer: rund 90 min

Untertage Abbau um 1910
Grube Messel
mit Schwelerei um 1950
Fabrik und Werksiedlung
um 1955

Exkursion nach Ober-Ramstadt

Am 14.03. trafen sich 9 Mitglieder zu einem Ausflug nach Ober-Ramstadt.
Abfahrt war um 9:30 Uhr am alten Rathaus Georgenhausen. In Ober-Ramstadt kam noch als 10.  Mitglied T. Wittig dazu. Die Führung durch das Werk der 1862
gegründeten Schildpattwarenfabrik Heim & Söhne begann um 10 Uhr. Es war
sehr interessant, die alten und neuen Einrichtungen zu sehen. Uns wurden die
einzelnen Schritte von der Produktion der Waren mit den verschiedenen Maschinen bis zum Endprodukt gezeigt. Wir bekamen so einen Eindruck, wie viele Schritte nötig sind, bis das fertige Produkt versandfertig ist. Imponierend ist, dass das Rohmaterial aus Deutschland bzw. aus europäischen Ländern stammt.
Regionalität wird hier noch großgeschrieben. Ein kurzer Besuch im Firmenmuseumrundete den Rundgang ab.

Die Führung endete um 10:45 Uhr.

Wir begaben uns nach nebenan ins Café Schäfer, um uns zu stärken.

Um 12:15 Uhr fanden wir uns im Ober-Ramstädter Museum ein. Dies war eine
Reise in die 20er und 30er Jahre, mit vielen Informationen und digitaler
Unterstützung. Besuchen konnten wir einen Kolonialwarenladen, wir waren beim
Friseur, bei der Firma Schröbel, der Firma DAW, in Kammmacherfabriken, in
Feder- und Kugelschreiberfabriken und der Autohersteller Röhr wurde uns
vorgestellt. Es war ein spannender Einblick in die Ober-Ramstädter
Industriegeschichte.

Ein Besuch reicht nicht aus, um alle Eindrücke aufzunehmen.
Um 13:45 Uhr traten wir die Heimfahrt an.


Ernennung zum Ehrenmitglied

Wie auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag beschlossen, haben wir im Rahmen unseres Montagstreffens Friedrich Klock zum Ehrenmitglied ernannt.
Fritz ist der einzige noch lebende Mitgründer unseres Vereins. Unser Fritz hat sich von Anfang an in die Arbeiten des Geschichtsvereins mit großem Engagement eingebracht. So war er die treibende Kraft des „Lebendigen Adventskalenders“, der sich bis heute in unseren Ortschaften, Georgenhausen und Zeilhard, als fester Bestandteil in der Adventszeit etabliert hat. Fritz war und ist immer sehr hilfreich, wenn in unserem Bildarchiv nach Personen gesucht wird, die wir anhand der Gesichter nicht zuordnen können, Fritz kennt sie fast alle. Auch beim Verkauf des jährlich erscheinenden Heimatkalenders war Fritz immer sehr aktiv.
So wurde Fritz am Montag, dem 10.02.2025, verdienterweise vom
1. Vorsitzenden Georg Ziergöbel die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied und ein kleines Präsent überreicht.

Schorsch überreicht die Ernennungsurkunde an Fritz Klock


Mitgliederversammlung beim Geschichtsverein

Am Freitag, 07.02.2025, fand unsere jährliche Mitgliederversammlung statt, zu der 19 Mitglieder erschienen waren.
Um 18:35 Uhr begrüßte Schorsch Ziergöbel die Anwesenden und stellte fest, dass die Versammlung beschlussfähig ist.
TOP 2 nach einem umfangreichen Rückblick auf die Aktivitäten des Geschichtsvereins im vergangenen Jahr 2024, in dem besonders auf unsere Ausflüge und auf die Besuche bei uns im Alten Rathaus Georgenhausen, sowie auf die Kinderbuchausstellung in Reichelsheim eingegangen wurde.
Gab Schorsch noch einen Ausblick auf anstehende / geplante Aktivitäten in 2025: – Ausstellung von Hochzeitsbildern an Zeilharder Kerb; – Treffen der Nachfahren der Familie Kloster aus Dilshofen; – Katalogisierung des Kirchenarchivs; sowie Vorträge, Ausflüge und unserem Grillfestchen.
TOP 3 der Kassenwart gab seinen Bericht für 2024, der mit einem leichten Minus abschloss.
TOP 4  die Kassenprüfer haben festgestellt, dass die Kasse ordentlich geführt wurde. Dem Antrag auf Entlastung des Kassenwartes wurde stattgegeben.
TOP 5 Der gesamte Vorstand wurde für weitere 2 Jahre in seinem Amt bestätigt. TOP 6 Als neue Kassenprüferin wurde Franziska Betzler gewählt.
TOP 7 Verschiedene Dinge wurden diskutiert.
Die Mitgliederversammlung hatte wieder einen sehr harmonischen Verlauf und wurde um 19:50 Uhr vom Vorsitzenden geschlossen.
Bei einigen Häppchen und Getränken ließ man die Mitgliederversammlung ausklingen.


Neujahrsempfang der Stadt Reinheim

Am 19.01.2025 hatte die Stadt Reinheim zum Neujahrsempfang ins Hofgut im Heinrich Klein Saal eingeladen. Bei dieser Veranstaltung wird immer ein Rückblick auf das vergangene Jahr gehalten und ein Ausblick auf das neue Jahr gegeben. Dr. Wolfgang Schmidt eröffnete in einer kurzen Ansprache die Veranstaltung und übergab dann an Bürgermeister Manuel Feick der den Rückblick und die Vorschau übernahm. Dann wurden verschiedene Bürger als verdiente Bürger der Stadt geehrt. Die erste Ehrung erhielt Frau Ruth Weber vom TV 1888 Reinheim für ihr langjähriges Engagement. Dann folgte Schorsch Ziergöbel, Vorsitzender des Geschichtsvereins Georgenhausen Zeilhard und anschließend Tyron Keller vom Verein Reinheimer Zeltkerb.
Ein Sonderpreis wurde an vier Jugendliche des Jugendforums überreicht.
Mit dem Sportförderpreis wurde Moena Kildaci, die bei der TG 1875 Darmstadt boxt und alles abgeräumt hat, was es in der AK unter 19 zu gewinnen gab, geehrt. Auch der Tischtennisspieler Jonathan Kilian von der KSG Georgenhausen wurde für seine überragenden Leistungen in der AK unter 11 Jahren mit dem Sportförderpreis ausgezeichnet.
Den Unternehmerpreis hat Dieter Göbel für seinen seit 5 Generationen in Reinheim tätigen Malerbetrieb erhalten.
Die Ehrungen wurden von Bürgermeister Manuel Feick und dem ersten Stadtrat Rainer Lauterbacher vorgenommen.

Gruppenbild aller Geehrten

Jahresabschluss beim Geschichtsverein

Am 06.12.24 trafen sich die Mitglieder unseres Vereins, mit Anhang, zur diesjährigen Weihnachtsfeier im evangelischen Gemeindehaus. Das Essen war vorbestellt, musste aber selbst abgeholt werden. Verschiedene Sorten Fleisch, Kartoffeln, Kroketten, verschiedene Gemüse und Salate standen zur Auswahl. Der Vorsitzende Georg Ziergöbel hielt eine kurze Begrüßungsrede (so wie wir es gewohnt sind). Dann konnte das Buffet eröffnet werden. Nachdem sich alle Anwesenden gestärkt hatten, gab es einen Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr. Es wurden alle Aktivitäten aus 2024 in Bildern dargestellt, wobei es einige Lacher, aber auch viel „Ohs“- und „Ahs“- gab. Nach dem sehr interessanten Vortrag konnte sich jeder noch am Nachspeisenbufett mit Desserts, Kuchen und Kaffee bedienen. Die Nachspeisen, alle selbst gemacht, wurden von unseren Damen mitgebracht. Anschließend hat unser Mitglied Wilhelm Strauß noch ein kleines Wortspiel zum Thema „Einander“ zum Besten gegeben. Bevor Barbara Saary noch die Geschichte mit den verwechselten Dankesbriefen vorlas. Wilhelm kam dann noch einmal mit dem lustigen Schreiben an die Unfallversicherung. Nach diesen Beiträgen löste sich unsere kleine Feiergesellschaft langsam auf. Ein schöner Abend im Kreis unserer Vereinsmitglieder ging zu Ende.


Gelungene Veranstaltung
Am 1. Dezember wurde der „Lebendige Adventskalender“ für alle Reinheimer Stadtteile eröffnet

Die Eröffnung des lebendigen Adventskalenders fand dieses Jahr am „Alten Rathaus“ von Georgenhausen statt. Das Rathaus ist Domizil des Geschichtsvereins, der für die Bewirtung der zahlreichen Gäste sorgte. Bürgermeister Manuel Feick hielt eine Begrüßungsrede und überreichte an einige Vereine Briefumschläge mit Geldbeträgen, die von der Sparkasse Dieburg gesponsert wurden. Zur Stärkung standen Glühwein und alkoholfreier Punsch sowie Plätzchen und Schmalzbrote bereit. Die Gäste konnten auch die Vereinsräume des Geschichtsvereins in Augenschein nehmen und sich von den Vereinsmitgliedern informieren lassen. Besonderes Interesse fand das Modell des Rathauses Georgenhausen, das von Erich Gröger im Maßstab 1:20 in akribischer Kleinstarbeit erstellt wurde. 


Lebendiger Adventskalender

Auch 2024 wird es wieder den lebendigen Adventskalender in allen Reinheimer Stadtteilen geben.
Die Eröffnung für alle Stadtteile wird am 01.12.2024 um 18 Uhr am alten Rathaus in Georgenhausen sein. An den darauf folgenden Tagen laden die jeweiligen Gastgeber zu ihren Kalendertürchen ein, verbringen sie ein paar schöne Stunden in gemütlicher Atmosphäre bei den Gastgebern.
Entschleunigen Sie und stimmen Sie sich auf Weihnachten ein.

Leider haben wir für das 8. Adventsfenster eine Absage erhalten und suchen einen neuen Gastgeber für diesen Termin.


Die Dilshöfer Familie KLOSTER und deren Nachkommen
in weiten Teilen der Welt

Zur Veranstaltung hatte der Geschichtsverein am 18.10.2024 ins evangelische Gemeindehaus eingeladen. Kurz nach sechs eröffnete Georg Ziergöbel den Abend mit der Begrüßung der gut 20 Anwesenden. Besonders begrüßte er die Familien Forscherin Christel Franze-Merlau aus Roßdorf und den Familien- und Geschichtsforscher Helmut Kriha aus Groß Zimmern. Außerdem natürlich auch Gladys Westphal und ihre Familie.

Nach einigen Informationen zu Dilshofen, Zeilhard und Georgenhausen (politische und kirchliche Zugehörigkeiten) die zum besseren Verständnis beitragen sollten und anhand einer Karte von 1797 erläutert wurden, kam Georg dann auf die Familie Kloster zu sprechen. Zur Zeit der ersten Erwähnung der Familie Kloster bestand der Weiler Dilshofen aus zwei Höfen. 1. dem Kleinschmidtschen Hof und 2. dem Haxthäusischen Hof, die Familie war auf dem Kleinschmidtschen Hof ansässig.
Zum Stammbaum der Familie Kloster wurde erwähnt, dass Geburten, Taufen, Hochzeiten und Sterbefälle, da Zeilhard keine eigene Kirche hatte, in den Kirchenbüchern von Georgenhausen erfasst wurden. Im ersten Kirchenbuch von 1695 wird auch die Familie Kloster erwähnt. In übersichtlicher Form wurde dann die Auswanderung des Johann Adam Kloster samt Frau und sechs Kindern an die Wolga thematisiert.
Da in den letzten Jahren einige Familienmitglieder der Kloster mit unserem Verein Kontakt aufgenommen haben, gibt es bei uns einen recht umfangreichen Stammbaum der Familie. Georg Ziergöbel hat in seinem Vortrag immer wieder auf diesen Stammbaum Bezug genommen.
Um 19 Uhr war der Vortrag von Georg beendet, nach einer kurzen Pause hat dann Gladys Westphal übernommen.
In ihrer Vorstellung des Buches „Die Kolonie Nievas“ welches von den Kloster Nachkommen Osvaldo Buglies und Domingo Jacobo geschrieben und von Gladys Westphal ins deutsche übersetzt wurde, wird die Familiengeschichte der  Kloster erzählt. Die Zarin Katharina II. hat Siedler aus dem süddeutschen Raum angeworben, in ihr neues Siedlungsgebiet an der Wolga auszuwandern. Es wurden viele Versprechungen und Zusagen gemacht und so wanderten dann 1763 bis 1767 mehr als 30.000 Siedler in die Gebiete an der Wolga, um diese landwirtschaftlich zu entwickeln. Die Versprechungen und Zusagen wurden ab 1871 sukzessive eingeschränkt und 1874 aufgehoben, was zu einer Auswanderungswelle führte. Die Vorfahren von Gladys Westphal wanderten über Hamburg ins argentinische La Plata aus. In der Provinz Buenos Aires gründeten sie die Kolonie Nievas.
Das Buch kann auch über amazon.de bestellt werden


Geschichtsverein zu Besuch im Hessenpark

Am Mittwoch, dem 25.09.2024, besuchten wir, 12 Mitglieder des Geschichtsvereins, zusammen mit 5 Mitgliedern des Museums Reinheim den Hessenpark. Frau Töppelmann vom Museum hatte eine Führung organisiert. Herr Mathias Stappel, der Restaurator des Hessenparks, traf sich mit uns am Brunnen auf dem Marktplatz, von wo die Führung startete. Als erstes wurde uns erläutert, welche Häuser rund um den Platz stehen und dass sie nicht alle aus einem Ort stammen, sondern hier ein typischer Marktplatz abgebildet wurde. Auf unserem Rundgang gab uns Herr Stappel immer wieder Hinweise zu den Häusern und deren Ursprungsorten, was sehr interessant war. Anschließend hatten wir die Möglichkeit Herrn Stappel´s Büro und das Museumsdepot zu besichtigen, was den meisten Besuchern sonst nicht zugänglich ist; hier werden über 200.000 Objekte gelagert, die zum Großteil noch registriert, katalogisiert und restauriert werden müssen. Nach 2 Stunden endete die Führung. Da es angefangen hatte zu regnen, bot uns Herr Stappel an, unsere Pause mit herzhaften Snacks und Kuchen, die unsere Mitglieder Regina Büschel, Ingrid Barth und Angelika Hartmann mitgebracht hatten, im Sägewerk zu machen. Auf uns alleine gestellt machten wir noch einen großen Rundgang über das weitläufige Areal des Hessenparks. Die Museumsleute verließen uns nach einer Stunde, da sie noch einen anderen Termin hatten. Unsere 12er-Gruppe hatte noch eine Stunde bei Regen vor sich, bevor eine Einkehr im Gasthaus „Zum Adler“ der Abschluss unseres Besuchs im Hessenpark bildete.


Besuch aus Reichelsheim

Nach der sehr erfolgreichen Kinderbuchausstellung, die der Geschichtsverein zusammen mit dem Regionalmuseum Reichelsheim in der Reichenberghalle in Reichelsheim veranstaltet hat, war jetzt eine kleine Delegation aus Reichelsheim zur Nachbesprechung in Georgenhausen. Man traf sich am 18.09.24 um 14:00 Uhr im evangelischen Gemeindehaus; nach der Begrüßung ging es erst einmal auf einen Rundgang. Georg Ziergöbel erklärte zum Hofgut, dass hier viel Material der Burgruine Rodenstein verbaut wurde. Weiter ging es dann zum Freizeitzentrum, wo ein Teich, einige Bänke und der Spielplatz einiges an Erholung bietet. Hier findet auch alle zwei Jahre die Reinheimer Musiktage statt. Nicht weit ist der Weg zum neuen Feuerwehrhaus der Gemeinschaftswehr Georgenhause und Zeilhard. Die Sporthalle am Hirschbach sowie das noch im Bau befindliche Bürgerhaus wurden ebenfalls den Gästen vorgestellt. Vorbei an der Hirschbachschule, in der seit 1957 die Schüler aus Zeilhard und Georgenhausen unterrichtet werden, ging es dann über den Alten Friedhof zum ehemaligen Rathaus von Georgenhausen, welches heute als Standort und Archiv des Geschichtsvereins genutzt wird. Hier konnten sich die Besucher aus Reichelsheim über die Arbeit unseres Vereins informieren. Zum Abschluss ging es dann zurück zum evangelischen Gemeindehaus, wo Kaffee und Kuchen bereitstand. In gemütlicher Runde wurden noch einmal die Ausstellung und der Rundgang Revue passieren lassen, bis man sich dann gegen 19 Uhr verabschiedete. 


Kinderbuchausstellung in der Reichenberghalle

Das Regionalmuseum Reichelsheim Odenwald und der Geschichtsverein Georgenhausen-Zeilhard präsentieren eine Sammlung historischer Kinderbücher von Georg Ziergöbel aus der Zeit von 1870 bis 1940.  In der Reichelsheimer Reichenberghalle sind über 1000 Bücher mit tollen Illustrationen ausgestellt, die den Wandel der Kinderliteratur dokumentieren.
Die Ausstellung wurde am 31.08.24 um 15 Uhr eröffnet. Redner zu Eröffnung waren:
Frau Birgit Kalberlah vom Regionalmuseum; Dr. Robert Müller in Vertretung des Bürgermeisters der Gemeinde Reichelsheim und Georg Ziergöbel als Vorsitzender des Geschichtsvereins Georgenhausen Zeilhard. Musikalisch untermalt wurde die Eröffnungsfeier von Frau Leonie Otters mit Gitarre und Gesang.
Die Ausstellung ist ab Sonntag 01.09. bis Sonntag 08.09. täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Sie können nachvollziehen, wie sich ein bestimmtes Buch im Laufe der Jahrzehnte in Text, Bild und Schrift verändert hat, welche künstlerischen und historischen Einflüsse seine Gestaltung bewirkt haben. Die Ausstellung ist unter einem zeitlichen und einem thematischen Aspekt gegliedert. Um zu vermeiden, dass die wertvollen Bücher Schaden nehmen, gibt es für Sie zu jedem Exemplar eine Informationstafel, die auf die Besonderheiten des jeweiligen Buchs aufmerksam macht. Gehen Sie von Tisch zu Tisch und lesen Sie diese umfangreichen Informationstafeln. Aufsichtspersonal und insbesondere der Sammler der Bücher, Georg Ziergöbel, stehen Ihnen für Auskünfte zur Verfügung.
In einer Kommunikationsecke können Sie sich mit den anderen Gästen austauschen, weitere Informationen zu Büchern erfahren oder an einem Rätsel teilnehmen, das Sie die Ausstellung noch einmal Revue passieren lässt. Die Büchersammlung ist sowohl für Erwachsene als auch für Kinder ab dem Lesealter geeignet.
Von Montag bis Donnerstag sind in der Zeit von 10 bis 11 Uhr täglich wechselnde Lesungen vorgesehen. Für Freitag (6.9.) haben wir für Sie um 19 Uhr einen Vortragsabend vorbereitet.
Der Eintritt ist frei, die beiden Vereine freuen sich jedoch über eine Spende.


Grillfestchen

Am Sonntag, den 18.08.2024, versammelte sich die Mehrheit unserer Mitglieder auf dem Hundeplatz in Zeilhard, um gemeinsam zu grillen. Das Treffen war für 11 Uhr geplant, und nahezu alle kamen pünktlich. Jeder brachte sein eigenes Grillgut mit, um Übriggebliebenes zu vermeiden. Einige brachten Salate mit, was für eine vielfältige Auswahl an Beilagen sorgte. Um 11:30 Uhr entfachte der Grillmeister die Holzkohle, und kurz nach zwölf waren die ersten Steaks und Würstchen bereit. Getränke waren bei Bedarf über den Hundeverein erhältlich. Wir saßen in einer gemütlichen Runde zusammen und unterhielten uns über verschiedene Themen. Später gab es auch Kaffee und Kuchen, die von den Mitgliedern beigesteuert wurden. Am späten Nachmittag löste sich die Versammlung dann allmählich auf.



Vortrag zu Luftkämpfen über dem vorderen Odenwald
während des zweiten Weltkriegs.

Der Geschichtsverein Georgenhausen Zeilhard lädt zu einem Vortrag zu Luftkämpfen und Flugzeugabstürzen im vorderen Odenwald während des zweiten Weltkriegs ein. Referent ist Horst Rapp aus Wersau, der sich seit vielen Jahren intensiv mit der Materie auseinandergesetzt hat.

Kurz vor dem 80. Jahrestag der “Brandnacht” in Darmstadt wird sich dieser Vortrag primär mit Strategie und Taktik des Luftkriegs und dem Schicksal der Flugzeug-Besatzungen beschäftigen. Hierbei gab es im vorderen Odenwald eine erstaunlich große Anzahl von Vorfällen und Abstürzen, die inzwischen weitgehend in Vergessenheit geraten sind.

Nach einem allgemeinen Überblick wird auch auf zwei etwas ominöse Abstürze zweier “Fliegender Festungen” Boeing B-17 des gleichen Geschwaders eingegangen, die mit rund einem Jahr Abstand nur wenige Hundert Meter voneinander entfernt bei Dilshofen abgestürzt sind. Horst Rapp wird die Ereignisse rund um diese beiden Flüge im Detail nachzeichnen. Im Anschluss an die Ausführungen wird es noch Zeit für Fragen und Diskussionen geben.

Datum: 05. 07. 2024, 18:30, Ort: Marienstraße 21a, 64354 Reinheim-Georgenhausen , Dauer: rund 90 min 

Bruchlandung einer “Fliegenden Festung”

Familie Kloster zu Besuch beim Geschichtsverein

Am 11. Mai 2024 empfing der Geschichtsverein elf Personen, deren Ahnen aus Dilshofen stammen. Die Wurzeln der Familie Kloster reichen zurück bis zu Johann Peter Kloster, der 1695 in Dilshofen als Hofmann auf dem Kleinschmidt’schen Hof, dem heutigen Hof Krumpholz, tätig war. In den 1840er Jahren emigrierten die Familien nach Russland. Mit Unterstützung unserer Gäste konnten wir einen wesentlichen Teil des Stammbaums der Familie Kloster vervollständigen. Sie brachten auch zahlreiche Dokumente mit, die Einblicke in das Leben ihrer Vorfahren in Russland gewährten. Diese Dokumente wurden dem Geschichtsverein überlassen. Nach aufschlussreichen Diskussionen und Gesprächen mit unseren Gästen im Rathaus Georgenhausen besuchten wir Dilshofen, zunächst die Staatsdomäne Vogt und anschließend den Hof Krumpholz, auf der Suche nach historischen Spuren. Zurück in Georgenhausen, besichtigten wir die Kirche, in der einige Vorfahren getauft oder verheiratet wurden. Nach ergreifenden Momenten setzten wir im evangelischen Gemeindehaus bei Kaffee und Kuchen unsere Diskussionen fort. Um 15 Uhr verabschiedeten wir unsere Gäste, nicht ohne das Versprechen, in Verbindung zu bleiben.


Himmelfahrt in Zeilhard 09.05.2024

Traditionell fand am Himmelfahrtstag am Rückhaltebecken ein Gottesdienst unter freiem Himmel statt, zu dem Pfarrer Kühnle mehr als 50 Personen begrüßen konnte. Peter Ramge vom Geschichtsverein, führte den darauffolgenden Grenzgang an. In diesem Jahr ging es mit etwa 45 Teilnehmern ein kurzes Stück den Grenzweg entlang zum ehemaligen Wasserreservoir. Der Hochbehälter ist heute total zugewachsen und nicht mehr in Betrieb. Von hier ging es dann ins Dorf zu einem historischen Rundgang, bei dem Peter die Entwicklung des Ortskerns von 1800 bis heute erläuterte. Er hatte Pläne dabei, die die ersten Häuser zeigten und auf weiteren Karten die neu dazu gekommenen Gebäude darstellten. Auf dem Weg erläuterte Peter die Details zu den verschiedenen Häusern und ihren Besitzern, die auch Altbürger so nicht bekannt waren. Zum Abschluss bogen die meisten Wanderer dann zum DRK ab, wo man sich mit Speisen und Getränken stärken konnte. Ein kleiner Teil der Grenzgänger ging noch mit Peter ein ganzes Stück der ehemaligen Ortsgrenze ab.